Reisetipp: Zentralfriedhof Wien

erstellt am: 20.10.2014 | Kategorie: Allgemein, Reise | von: Andreas Böhm

Unser erster Blogbeitrag soll auch gleichzeitig ein kleiner Reisetipp sein. In unserem Blog werden wir von Zeit zu Zeit immer wieder Beiträge veröffentlichen, von denen wir denken, dass sie interessant sein könnten. Dabei muss es nicht immer um ein aktuelles Thema im Bestattungswesen gehen, sondern vielmehr auch um die Kultur (insbesondere Bestattungskultur), Veränderungen oder auch die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen im Bestatattungswesen.

Doch nun zum Reisetipp für alle Wienreisenden. Zu einer Wienreise gehört unbedingt ein Besuch des Wiener Zentralfriedhofs! Er wurde nicht nur von Wolfgang Ambros besungen sondern ist auch einer der schönsten und größten Friedhöfe in Europa. Es gibt viele Bekannte aus Film, Musik und Kunst die ihre letzte Ruhe auf dem Zentralfriedhof gefunden haben. Unter anderem sind die Grabstätten von Falco, Brahms, Curd Jürgens, Hans Moser, Theo Lingen, Johann, Josef und Eduard Strauß zu finden – um nur einige zu nennen.

Vom wohl berühmtesten Musiker Österreichs, Wolfgang Amadeus Mozart, gibt es jedoch nur ein Denkmal. Mozart wurde aufgrund seiner damaligen Position am Hof und seiner Verarmung in einem allgemeinen Grab im Sankt Marxer Friedhof beigesetzt.

Seit dem 13. Oktober 2014 ist das Wiener Bestattungsmuseum ebenfalls am Wiener Zentralfriedhof zu finden. Es ist aus der Innenstadt nach zehnmonatiger Umbauarbeit zum Zentralfriedhof umgezogen und rundet einen Besuch des Friedhofs ab. Das Museum ist von Montag bis Freitag zwischen 09.00 Uhr und 16.30 Uhr geöffnet und bietet einen guten Einblick in das in Wien spezielle Bestattungswesen und die Eigenheiten des „Wiener Totenkults“.

Es ist ein sehr interessantes und informatives Museum, welches sich von den herkömmlichen Museen in Wien abhebt. Dies alles kann man auf 300 qm für nur 4,00 € erleben, bis zum 19. Lebensjahr ist der Eintritt frei. Sollten jedoch auf dem Zentralfriedhof Aufbahrungen in der Trauerhalle 2 sein, bleibt das Museum an diesem Tag geschlossen.

Für alle, die sich auch schon hier informieren möchten oder eine Führung mitmachen möchten, hier noch ein paar weiterführende Links.

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Kommentar

Carsten Lange | am 31. Oktober 2014 um 00:35 Uhr

Sehr interessanter Artikel. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich auf der Homepage eines Bestattungsinstituts keine „Reisetipps“ erwartet. Allerdings finde ich das mutig und absolut passend.
Dabei fällt mir natürlich sofort der Pariser Friedhof „Père Lachaise“ ein. Vielleicht ist dieser auch mal einen Blogartikel wert – ich würde mich darüber freuen.

Viele Grüße, Carsten Lange

Andreas Böhm | am 31. Oktober 2014 um 09:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Lange, vielen Dank für den freundlichen Kommentar, der von Ihnen erwähnte „Père Lachaise“ werde ich auch in einem der nächsten Einträge vorstellen evtl. zusammen mit den Katakomben von Paris die ebenfalls sehr viel mit der Bestattungskultur zu tun haben.

Carsten Lange | am 31. Oktober 2014 um 11:33 Uhr

Danke, Herr Böhm, dann freue ich mich schon!

Iris Weiler | am 17. November 2014 um 21:38 Uhr

Hallo, Herr Böhm! Ihren Reisetipp finde ich auch ziemlich gut. Ein wenig makaber, aber witzig. Es ist wirklich Zeit, so ein interessantes Thema aus der Schublade zu holen. Ausgerechnet Wien mit seinem kecken, heiteren Umgang damit ist die perfekte Startidee dafür. Auf Ihren nächsten Beiträge bin ich gespannt.

Viele Grüße, Iris Weiler

Friedwald